Erwachsene

 

Ich kombiniere mein Verständnis von Tanz mit einer umfassenden Bewegungswelt, welche ich nach meinen zwei Tanzstudien kennenlernte. Ich begann diese Bewegungsaspekte dem Tanzen entgegenzusetzen, zu erforschen, wie die verschiedenen Bewegungsformen miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen können. Zu wissen wie wir etwa Kraft oder die Balance auf den Händen entwickeln und im Tanzen nutzen können, gibt uns mehr Freiheit und weitere Ausdrucksmöglichkeiten.

Ich unterrichte regelmäßig als Teil des Lehrerteams von Joseph Bartz Training.

Kinder

 

Ich betrachte die Arbeit mit Kindern als wichtig. Die Kinder von heute formen die heutige Welt, jetzt und wenn die Zeit unserer Generation vergangen ist.
In unserer technisch weit entwickelten Welt, verbringen wir viel Zeit mit Telefon, Computer und anderen technischen Geräten. Damit prägen wir die Welt unserer Kinder. Wir verlieren zunehmend den Bezug zu unserem Körper und dadurch zu unserer Fähigkeit uns nonverbal auszudrücken und zu kommunizieren. Ich sehe es als meine Aufgabe Kindern zu zeigen, wie sie ihren Körper nutzen, um sich ausdrücken, verstehen und verständigen zu können.
Ob man nun Kinder oder Erwachsene unterrichtet, es geht immer um das selbe Verständnis. Das Verständnis für den eigenen Körper, die Beziehung zum Raum, in welchem wir leben und den Menschen darin.
Die Übungen können hierbei nahezu identisch sein, ob man nun Kinder oder Erwachsene unterrichtet. Kinder sind zwar weniger erfahren in der Welt, aber sie sind flexibler darin Aufgabenstellungen zu begreifen, kreativer in ihrer Vorstellung und Lösungsfindung. Sie erforschen die Welt. Es gilt die Kinder dabei zu unterstützen, diese wichtigen Fertigkeiten nicht zu verlieren.

Geflüchtete

 

Mit geflüchteten Kindern zu arbeiten ist eine außergewöhnliche Aufgabe. Es ist eine Herausforderung, Zugang zu diesen jungen Menschen zu finden, welche aus aller Welt, oft ohne Bezugsperson, zu uns kamen und meistens unvorstellbare Dinge gesehen haben.
Diese Kinder brauchen fürsorgliche Unterstützung. Sie brauchen Identifizierungsmöglichkeiten an diesem neuen Ort mit fremder Sprache und Kultur.
Wir beschäftigen uns ausführlich mit Partnerübungen um gegenseitige Verantwortung zu übernehmen, als Gruppe zusammen zu finden und sich darin als Individuum und gleichzeitig als Teil der Gruppe zu fühlen.
Übungspraktiken mit klar messbarem Fortschritt sind zwar von künstlerischem Standpunkt aus kritisch zu betrachten, haben jedoch einen ganz großen Vorteil: Sie geben Sicherheit und Selbstbewusstsein. Diese zwei Aspekte sind wesentlich um den Kindern zu helfen an einem neuen Ort anzukommen und sich wohl zu fühlen.

Menschen mit Behinderung

 

Seit ich jung bin habe ich mit Kindern mit Behinderung zu tun. Ich bewundere sie, ihre Offenheit, ihr Direktheit, ihre liebevolle Art.

Seit 2013 arbeite ich im Rahmen von MotionComposer als Workshopleiterin für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Gelernt wird mit Hilfe des ‚Motion Composer‘, ein Gerät, welches Bewegung in Musik umwandelt. Die Idee ist simpel, die Technologie kompliziert. Meine Bewegungen werden von einer Kamera aufgenommen und zeitgleich in alle möglichen Musikumgebungen verwandelt. So kann ich meine Bewegungen nicht nur spüren sondern auch hören. Ich bin Tänzer und Musiker zugleich. Hierbei verbessert sich die Selbstwahrnehmung, wird die Koordinationsfähigkeit trainiert und die Entwicklung eines realistischen Körperbildes unterstützt. Insbesondere für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen bietet der Motion Composer kreative Ausdrucksmöglichkeiten, die ihnen bisher oft versagt geblieben sind.

Seit 2016 leite ich wöchentlich eine Gruppe im Rahmen von Interaktiv e.V. Die Gruppe eröffnet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung sowie mit und ohne Migrationshintergrund neue Möglichkeiten des Körperausdrucks.