Mishkalim

Wie ‘lesen’ wir den Raum in welchem wir uns befinden? Wie ‘lesen’ wir die Verbindung zwischen zwei Körpern?
Durch das Lesen des Raums und den Verbindungen zu anderen Körpern, erscheinen Zwischenräume, welche sich subtil verändern können.
Jeden Tag treffen wir uns selbst in körperlich willkürlichen Situationen an. Während wir den Körper in seinen kontinuierlich verändernden Beziehungen zu seiner Umgebung beobachten, werden unterschiedliche ‚scores‘ (= Zusammenstellung von Regeln oder Gliederungen welche vorherbestimmt sind und Struktur vorgeben) aufgedeckt, welche neue Möglichkeiten des ‚Lesens’ aufweisen und damit unsere Orientierung in diesen chaotischen Alltagssituationen beeinflussen.
Grundlegende Beziehungsmerkmale zwischen Körpern wie beispielsweise Distanz, Ausrichtung, Rhythmus, Hintergrund und Mittelpunkt, sind unsere Werkzeuge, die subtilen Veränderungen der Zwischenräume wahrzunehmen.
Der Tanz ist unser Spielplatz, welcher die verschiedenen ‚scores‘ entstehen lässt. In der Vielfalt der auftretenden Verbindungen ist es die Rolle des Tänzers und des Betrachters, präsent und aufmerksam zu sein, um die Entstehung von Assoziationen, Gefühlen und Emotionen wahrzunehmen.

Mishkalim

Choreographie: Kerem Shemi
Entwickelt und aufgeführt mit: Annika Dörr, Kerem Shemi
Musik: Lydia Kaisser

Mishkalim wurde für das Room Dances Festival 2016 in Israel entwickelt.