Orchestra of the wind

Recently I was walking through the woods and realized that if you don’t focus on one leaf, but try to see the whole forest at once, it is like listening to an orchestra. There are thousand of sounds and movements and although the movements and sounds are happening in individual places, they are all connected through one thing – the wind. When the wind travels through a tree, everything moves, but of course the movement of the leaves is very different than the movement of the trunk.So I was wondering if we can create the same thing in our body. Everything moves, everything on its own but with a connection that is underlying the whole picture.

 

Das Orchester des Windes

Also ging ich durch den Wald und dachte nach über die verschiedenen Möglichkeiten die Welt zu betrachten. Oft blicken wir fokussiert auf eine bestimmte Sache. Das zu tun lehrt uns die Zivilisation, die Arbeit an der Technik und Wissenschaft, das Leben in unserer heutigen Zeit.

Wir haben den Blick einer Schlange im Moment des Angriffs. Was aber würde passieren wenn ein Tier nur den fokussierten Blick praktizieren würde? Es würde vermutlich bald von der Seite attackiert, welche es nicht wahrnimmt vor lauter Fokus auf das scheinbar Wesentlichste. So geht es uns. Wir haben den Weitblick verloren im Erlernen des Fokus. Wir erkennen die Gesamtheit nicht sondern nur das, was sich direkt vor unserem Auge bewegt.

Ich setzte mich hin und versuchte meinen Blick zu weiten, so gut meine Augen es mir ermöglichten. Das, worauf ich vorher noch meinen gesamten visuellen und damit auch mentalen Fokus gelenkt hatte war jetzt nur noch ein kleiner Teil eines riesigen Puzzles. Ich saß vor einer weiten Waldfläche. Im Gegensatz zu den monotonen Nadelwäldern wie man sie heutzutage oft antrifft, glich diese eher einem Naturkundemuseum der Bäume. Die Perspektive des tiefen Waldes verstärkte diese vielfältige Wahrnehmung zusätzlich. Es spielte der Wind in den unterschiedlichsten Baumarten, bewegte die Äste, Blätter, Kronen und tief unten sogar die Stämme. Ich horchte und sah. Die zarten Äste einer Vogelbeere trillierten zum summenden Legato einer scheinbar unumstürzbaren Eiche. Mit einem Mal schwoll der Klang dieser bewegten Flora an um kurze Zeit später ruhig zu einem Solo des Celloahorns überzuschweifen. Meine Augen und Ohren wurden eins und mir wurde gewahr, dass ich gerade zum erst Mal das Orchester des Windes vernahm.